Spuren des Gründers:

 


 

 

Am 8.Januar 1941 standen Mädchen und Jungen in ihrer Pfadfindertracht auf dem Friedhof von Nyeri/Kenia, um den Gründer der Pfadfinderschaft, Robert Baden Powell, auf seinem letzten Weg zu begleiten. Sechs Scoutmaster trugen den Sarg und britische Offiziere salutierten. Dem letzten Wunsch entsprechend, wurden keine großen Reden gehalten, nur ein Trompeter blies den Pfadfinderpfiff. Auf seinem Grabstein befindet sich ein Kreis mit einem Punkt darin. Es ist eines der internationalen, nur Pfadfindern bekannten Wegzeichen.

 

 

Diese Nachricht Baden-Powells heißt:
"Ich habe meine Aufgabe erfüllt und bin nach Hause gegangen"

 

 

 

 

 

 

Die Jugend:

 

 

Fast 84 Jahre zuvor, am 22.Februar 1857, wurde Robert Stephenson Smyth in London geboren. Die Vornamen setzten sich aus Namensteilen seiner Vorfahren Robert Stephenson, einem Eisenbahnpionier, und John Smyth, einem Kapitän, der im Dienste Elisabeth I von England stand, zusammen.

 

Er war erst 3 Jahre alt, als sein Vater starb, und so war es sein Großvater, der schon im jungen Robert die Abenteuerlust und die Freude an der Natur weckte. Er streifte oft durch den Hyde Park und erkundete auf eigene Faust Londons Armenviertel. Hier erkannte er bereits, dass der offensichtliche Unterschied zur "gehobenen" Klasse die Kleidung war. Hier ist die Grundlage für die spätere Pfadfinderuniform, die bis heute als Kluft in der DPSG getragen wird, zu suchen, um soziale Unterschiede einzuebnen.

 

 

Statt mit schulischen Leistungen tat er sich während seiner Zeit an der Charterhouse School mit ständigen Streifzügen im ausgedehnten Schulpark hervor. Statt dem Unterricht beizuwohnen beobachtete er lieber Tiere und er konnte Feuer machen, das nicht rauchte.

 

 


 

 

 

Das Militär:

 

Nachdem er die Aufnahmeprüfung an der Universität Oxford nicht bestand, meldete er sich anschließend bei der Militäeakademie Sandhurst. Nach seinem Abschluss kam er bald nach Indien zum Dienst. Baden Powell war entsetzt, wie wenig junge britische Soldaten in der Lage waren, sich in der Wildnis auch nur halbwegs zurecht zu finden. Er begann, seine Soldaten in kleinen Gruppen von 5-8 Mann mit einem selbst gewählten Patrouillenleiter als "Scouts", also Spurenleser und Kundschafter, auszubilden.

 

Zu militärischen Ruhm brachte er es 1899 im sogenannten 2. Burenkrieg während seiner Dienstzeit in Afrika. Er schaffte es mit nur 700 Verteidigern, die Stadt Mafeking in Südafrika 217 Tage lang gegen 9.000 Buren zu halten, bis schließlich Verstärkung eintraf. BP wehrte sich allerdings sein Leben lang gegen die Bezeichnung "Kriegsheld" und empfand inzwischen nur noch Verachtung für die Grausamkeiten des Krieges.

 

 


 

 

Die Pfadfinder:

 

 

Wieder in England begann Baden Powell damit, seine Idee einer Jugendbewegung zu verwirklichen.

 

1907 war es dann soweit. BP veranstaltete vom 25. Juli bis 9. August mit 22 Jungen aller sozialen Schichten auf Brownsea Island das erste Jugendzeltlager. Er teilte die Jugendlichen in sogenannte Patrouillen ein und schrieb die Pfadfindergesetze.

 

 

 

 

1908 erschien sein Buch "Scouting for Boys", das als eines der bedeutendsten pädagogischen Werke des 20. Jahrhunderts gilt. Hier formulierte er erstmals den Lehrgrundsatz "Learning by doing".

 

 

1909 übernahm König Eduard VII. das Patronat über die Pfadfinder, in Chile wurde die erste Pfadfindergruppe außerhalb Englands gegründet, und es gab die ersten Pfadfinderinnen.

 

 

1912 heiratet er Olave, die er auf einer Weltreise kennengelernt hatte.
Sie bekam später drei Kinder.

1920 fand das erste Jamboree (Weltpfadfindertreffen) in London statt. 8.000 Pfadfinder aus 34 Nationen nahmen teil.

 

 

1929 waren es dann schon 50.000 Pfadfinder aus 72 Ländern, die am Jamboree teilnahmen. Baden Powell wird zum "Lord of Gilwell" geadelt.

 

 

1935 wurde ihm als erstem Pfadfinder die höchste Auszeichnung, der Bronce Wolf, einstimmig durch das Internationale Komitee in Stockholm verliehen.

 

 

Kurz vor seinem Tod schrieb er noch zwei Abschiedsbriefe an die Pfadfinder und an die Pfadfinderinnen dieser Welt und hinterlies bis heute unvergessene Zitate.

 
Template by Ahadesign Powered by Joomla!