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Die DPSG und der Nationalsozialismus:
Die Pfadfinder- und Jugendbewegung wurde im 2. Weltkrieg wegen "Bündischer Umtriebe" verfolgt. Zahlreiche Pfadfinder waren aufgrund ihrer oppositionellen Haltung verhaftet und verurteilt worden. Fred Josef, ein Georgspfadfinder aus Würzburg steht als Beispiel für alle anderen, weniger bekannt gewordener Fälle: Er wurde am 21. Januar 1943 im KZ Ausschwitz ermordet.
Zwar sollten 1933 die katholischen Verbände als einzige noch die ersten Gleichschaltungsaktionen des NS-Regimes überstehen.
Aber schon 1934 wurden die ersten großangelegten Offensiven der HJ gegen die katholischen Jugendverbände organisiert. Die Nationalsozialisten verbieten das Tragen von Kluft, Banner und Abzeichen. In den folgenden Jahren nimmt der Druck auf die Mitglieder des Verbandes zu.
1935 ordnet Himmler, der Reichsführer der SS, das Verbot konfessioneller Jugendarbeit an. Trotzdem gibt es immer wieder Zeichen der Eigenständigkeit. So führten die Georgspfadfinder z.B. Ostern 1935 eine Pilgerfahrt nach Rom durch.
1936 wird die Freiheit der Gruppen stark eingeschränkt. Die Georgspfadfinder brauchen viel Mut, wenn sie sich in der Öffentlichkeit noch zu ihrem Verband bekennen, so dass die Schar derer, die offen Mitglieder der DPSG bleiben, kleiner wird.
1937 werden von der Gestapo die Landespfadfinderschaften Münster, Paderborn und Trier zwangsweise aufgelöst.
1938 kam es dann zum endgültigen Verbot der Georgspfadfinder. Daraufhin nennt sich die DPSG in Gemeinschaft Sankt Georg (GSG) um, deren Mitglieder sich in aller Stille treffen. Manche wagen sogar den Kontakt zu ausländischen Pfadfindern und legen auf diese Weise den Grundstein für spätere Verständigung.
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