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Pfadfinder heute:
Wenn Du heute gefragt wirst, was es für Dich bedeutet, Pfadfinder zu sein, dann fallen Dir viele Dinge und Klischees ein. Die Pfadfinderstufe hat es im Jahre 2000 in der Frankfurter Erklärung mit einer Definition auf den Punkt gebracht:
"Pfadfindersein ist eine Lebenseinstellung - durch Pfadfindersein prägen wir unser Leben".
Die "Gute Tat" und die Bitte unseres ersten Weltpfadfinders Lord Baden Powell "Lasst die Welt ein kleines Stück besser zurück, als Ihr sie vorgefunden habt" gehören vielleicht noch heute zu Deinem Erfahrungsschatz, aus dem Du bei Deinem Handeln und Tun schöpfen kannst.
Das, was Du gelernt und erfahren hast, nennt man heute Sozialkompetenz oder emotionale Intelligenz. Sie ist immer dann wichtig, wenn Menschen zusammen sind. Dieser Geist der Pfadfinderei steckt vielleicht noch heute in Dir, ohne dass Du es bewusst wahrnimmst.
Für die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen hat Baden Powell drei Prinzipien in der Pädagogik entwickelt, die auch heute noch ihre Gültigkeit besitzen:
"Paddle your own canoe" bedeutet, dass Kinder und Jugendliche zunehmend eigenständig entscheiden und handeln können.
"Learning by doing" heißt, aus Erlebnissen und Erfahrungen zu lernen. Kinder und Jugendliche gewinnen Fähigkeiten und Fertigkeiten, wenn sie als Pfadfinder handeln. Sie entdecken die Welt, probieren aus und handeln. Es entsteht ein Prozess, in dem Pfadfinder die Welt mit offenen Augen sehen.
"Look at the boy/girl" meint, dass sich die Arbeit an den Bedürfnissen von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen orientiert. Ihre Entwicklung und Interessen stehen im Vordergrund pfadfinderischer Erziehung. Um dies zu verwirklichen, müssen sie dort abgeholt werden, wo sie stehen.
Praktisch bedeutet es, dass alles, was in der Gruppenstunde getan wird, der jeweiligen Altersstruktur der Gruppe, der spezifischen Stimmung und den einzelnen Charakteren angepasst sein sollte.
Somit ist klar, dass in den Gruppenstunden der Wölflinge (7-9 Jahre) viel gespielt wird. Bei den Jungpfadfindern (10-12 Jahre) probieren wir viel aus, was man im Alltag nicht unbedingt macht. Bei den Pfadfindern (13-15 Jahre) wird viel diskutiert und bei den Rovern (ab 16 Jahre) setzen wir uns viel mit der Zukunftsgestaltung auseinander. |
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