Zu einem gemeinsamen Georgstag lud der Stamm Lubentius die Pfadfinder vom Stamm St. Martin ein.
In der Vorbereitung wurde überlegt, welche Drachen in der heutigen Zeit bekämpft werden müssen. Durch die schrecklichen Geschehnisse des Amoklaufes in Winnenden entstand schnell das Thema „Gewalt an Schulen“ , welches das Motto des Georgstages werden sollte.
Zunächst wurden alle Teilnehmern mit Nummern behaftet, welches für ein späteres Täter-Opfer-Spiel wichtig war. Hierbei konnte man immer nur überleben, wenn man den Schutz der Gruppe suchte. Auf einem eigenen Puzzleteil hatte jeder die Möglichkeit den Satz „Gewalt ist …“ zu vervollständigen. Von den Kindern und Jugendlichen kamen Aussagen wie z.B. „gemein“, „ ein Schwäche“, „langweilig“ oder „Ablenkung von eigenen Fehlern“. Sie zeigten deutlich, wie sehr sich besonders Pfadfinder gegen Gewalt einsetzen sollten und auch können.
Über den Tag verteilt gab es mehrere Workshops. So konnten die jüngeren sich ihre eigenen Boffern basteln und nach Regeln kämpfen lernen oder in einer extremen Unterrichtsstunde erfahren, was es bedeutet wie machtlos Lehrer gegenüber „nervigen“ Schülern sein können bzw. wie man sich in den verschiedenen Rolle als Schüler fühlen kann.Für die älteren war ein Schimpfwortparcours vorbereitet. Das „Opfer“ suchte sich ein Schimpfwort aus. Der „Täter“ bewarf das „Opfer“ mit einem nassen Schwamm und rief dabei das entsprechende Schimpfwort.
Das Zusammenspiel zwischen Aggression und Ohnmacht wurde für jeden erlebbar.Das Mittagessen wurde in einer Art Gefängnisatmosphäre abgehalten. Es gab 2 Aufseher, die ihre Willkür spielen ließen und den einen oder anderen aus banalen Gründen an den „Benimm Tisch“ setzen ließen. Es war erschreckend, wie schnell eine Gruppe unter Kontrolle gehalten werden kann, wenn einzelne ihre Machtposition ausspielen.
In der zweiten Tageshälfte wurde das Thema „Versöhnung“ und „Frieden“ aufgegriffen, welches sich im anschließenden Wortgottesdienst auch wieder spiegelte.
Alle waren sich in der Reflexion einig, dass dies eine gelungene Aktion war, die von der Pfadi- und Roverstufe gut vorbereitet wurde. Schade, dass sch die Teilnehmerzahl in überschaubarem Rahmen hielt.
Im nächsten Jahr wird der Stamm St. Martin Gastgeber sein und die Freunde vom Stamm Lubentius freuen sich jetzt auf den Gegenbesuch. |
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